Gedächtnisprobleme und Demenz
Memory problems and dementia
Below is a German translation of our information resource on memory problems and dementia. You can also read our other German translations.
Haftungsausschluss
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Viele von uns werden mit zunehmendem Alter vergesslicher.
Das führt schnell zu der Sorge, dass es sich um ein frühes Anzeichen für Demenz oder Alzheimer handeln k?nnte.
Diese Erkrankungen haben jedoch viele andere Ursachen – nur einige von uns werden die schwerwiegenderen Probleme einer Demenz entwickeln. Diese Webseite befasst sich mit einigen Ursachen für Ged?chtnisprobleme, darunter Demenzerkrankungen, und zeigt auf, wo Sie Hilfe finden k?nnen, wenn Sie sich Sorgen um Ihr eigenes Ged?chtnis oder das einer anderen Person Hilfe machen.
Viele Faktoren k?nnen unser Ged?chtnis beeinflussen – beispielsweise Stress, Depressionen, Trauerf?lle – und sogar k?rperliche Krankheit wie Vitaminmangel oder Infektionen.1
Im Folgenden konzentrieren wir uns auf zwei spezifische Ged?chtnisprobleme: Demenz, die in verschiedenen Formen auftritt, darunter die Alzheimer-Krankheit, und leichte kognitive Beeintr?chtigung (MCI, Mild Cognitive Impairment).
Was ist Demenz?
Demenz ist ein Oberbegriff für eine Gruppe von Erkrankungen, die das Ged?chtnis beeintr?chtigen.
- Betroffenen f?llt es schwerer, sich Dinge zu merken, und sie entwickeln weitere Probleme mit Bezug auf das Denkverm?gen. Dadurch wird es schwieriger, den Alltag zu bew?ltigen.
- Diese Probleme verschlimmern sich – das hei?t, sie sind ?progressiv“. Es handelt sich nicht um einen normalen Bestandteil des Alterungsprozesses.2
Es gibt viele verschiedene Arten von Demenz. Bei allen Arten kommt es zu Ged?chtnisverlust, aber sie weisen auch andere Symptome auf, die je nach Ursache unterschiedlich sind. Eine Demenz beginnt oft mit Ged?chtnisproblemen, jedoch k?nnen Betroffene auch Schwierigkeiten dabei haben:
- t?gliche Aufgaben zu planen und auszuführen,
- mit anderen zu kommunizieren.
Es kann auch zu Stimmungsschwankungen, fehlender Entscheidungsf?higkeit oder Ver?nderungen der Pers?nlichkeit kommen.
Da Demenz ?progressiv“ ist, Menschen mit Demenz im Laufe der Zeit immer mehr auf die Hilfe anderer angewiesen.
Wie h?ufig kommt Demenz vor?
Derzeit sind im Vereinigten K?nigreich mehr als 850.000 Menschen betroffen.3 Die F?lle nehmen mit zunehmendem Alter zu. Das bedeutet:
- Im Alter von 65 Jahren leiden etwa 2 von 100 Menschen an Demenz.
- Im Alter von 85 Jahren leidet etwa 1 von 5 Menschen an einer Form von Demenz.4
Demenz kann manchmal auch jüngere Menschen betreffen und famili?r geh?uft auftreten, dies kommt jedoch weniger oft vor.
Was ist eine leichte kognitive Beeintr?chtigung?
Eine leichte kognitive Beeintr?chtigung (MCI) ist ein weniger schwerwiegendes Ged?chtnisproblem. Der Alltag der Betroffenen ist durch sie nicht wesentlich beeintr?chtigt und die Probleme sind nicht so massiv, dass von Demenz gesprochen werden kann. M?glicherweise stellen Sie fest, dass Sie:
- Namen von Personen, Orten und Passw?rter vergessen,
- Dinge verlegen,
- vergessen, Dinge zu tun, die Sie sich vorgenommen haben.
Etwa 1 von 10 Menschen über 65 Jahren leidet wahrscheinlich an einer leichten kognitiven Beeintr?chtigung (MCI). Von diesen Menschen erkrankt etwa jeder Zehnte innerhalb eines Jahres an Demenz.5 Bisher l?sst sich nicht vorhersagen, wer eine Demenz entwickeln wird und wer nicht.
Welche Formen von Demenz gibt es?
Im Folgenden beschreiben wir die h?ufigsten Formen von Demenz. Mitunter kann eine Person jedoch auch an mehr als einer dieser St?rungen leiden – einer sogenannten ?gemischten Demenz“.
Alzheimer-Krankheit
Eileen ist eine 82-j?hrige pensionierte Sekret?rin, die mit ihrem gebrechlichen, 90-j?hrigen Ehemann zusammenlebt und ihn pflegt. Sie ist k?rperlich gesund und nimmt keine Medikamente.
In den vergangenen zwei Jahren ist Eileens T?chtern aufgefallen, dass sie ihre Schlüssel verliert und vergisst, ihrem Mann rechtzeitig seine Medikamente zu geben. Obwohl Eileen immer eine ausgezeichnete Fahrerin war, hat ihr Auto jetzt eine eingedellte Sto?stange und ein paar Kratzer an der Seite, die Eileen sich nicht erkl?ren kann. Au?erdem ist sie nicht in der Lage, den Fernseher mit einer neuen Fernbedienung einzuschalten. Zun?chst führten ihre T?chter diese Probleme auf Eileens Alter und den mit der Pflege verbundenen Stress zurück.
Eileen hat nicht das Gefühl, dass es ein wirkliches Problem mit ihrem Ged?chtnis gibt. Sie reagiert gereizt und ver?rgert, wenn ihre T?chter ihr sagen, dass sie sich Sorgen um ihr Ged?chtnis machen. Nach langem Zureden willigt sie schlie?lich ein, mit ihnen zu ihrem Hausarzt zu gehen. Der Hausarzt führt einige einfache Ged?chtnistests durch und überweist Eileen anschlie?end an eine spezialisierte Ged?chtnissprechstunde.
Alzheimer liegt bei etwa 6 von 10 Demenzerkrankungen vor.6 Die Erkrankung beginnt in der Regel mit Ged?chtnisproblemen und verschlimmert sich mit der Zeit allm?hlich. Oftmals bemerken Menschen, dass sie sich nicht an Dinge erinnern k?nnen, die kürzlich passiert sind, obwohl sie sich noch gut an Ereignisse erinnern k?nnen, die vor Jahren geschehen sind.
Sie stellen oft fest, dass es ihnen schwerf?llt, sich an bestimmte W?rter zu erinnern und Gegenst?nde zu benennen. Manchmal sind sie sich ihrer Ged?chtnisprobleme nicht bewusst, w?hrend diese von anderen Menschen bemerkt werden. Personen mit Demenz kann es auch schwerfallen:
- neue Dinge zu lernen,
- sich an kürzlich stattgefundene Ereignisse, Termine oder Telefonnachrichten zu erinnern,
- sich die Namen von Personen oder Orten zu merken,
- andere Menschen zu verstehen oder mit ihnen zu kommunizieren,
- sich daran zu erinnern, wo sie Dinge abgelegt haben, was sehr unangenehm sein kann, da es sich unter Umst?nden anfühlt, als w?re jemand in ihrem Haus gewesen oder h?tte Dinge mitgenommen,
- einzusehen, dass etwas mit ihnen nicht stimmt – sie k?nnen ver?rgert reagieren, wenn andere versuchen, ihnen zu helfen.
All diese Schwierigkeiten machen es immer anstrengender, einfache Alltagsaufgaben zu bew?ltigen.
Menschen, die Personen mit Alzheimer kennen, bemerken oft subtile Ver?nderungen in deren Pers?nlichkeit. Ihr Verhalten und ihre Reaktionen ver?ndern sich im Vergleich zur Zeit vor der Erkrankung.
Bei Alzheimer lagern sich im Gehirn die Proteine Amyloid und Tau ab und bilden sogenannte Plaques und Fibrillen. In den betroffenen Hirnarealen kommt es zu Sch?digungen, welche jene chemischen Substanzen im Gehirn beeintr?chtigen, die Informationen von einer Zelle zur anderen übermitteln, insbesondere den Botenstoff Acetylcholin.7
Vaskul?re Demenz
John ist ein 78-j?hriger pensionierter Ingenieur. Er leidet unter Bluthochdruck, Diabetes und einem hohen Cholesterinspiegel. Nach zwei Herzinfarkten hat er sich vor 18 Monaten einer Angioplastie (einem Eingriff zur Aufweitung blockierter Arterien) unterzogen, allerdings treten immer noch gelegentlich Schmerzen im Brustkorb auf.
Nach dem ersten Herzinfarkt verschlechterte sich vorübergehend sein Ged?chtnis, dann schien es sich wieder zu bessern. Seit dem zweiten Herzinfarkt ist seiner Frau und seinem Sohn jedoch aufgefallen, dass er vergesslicher geworden ist und dass er sich nicht mehr so gut konzentrieren kann wie früher. Seine Stimmungslage schwankt stark: Manchmal ist er leicht reizbar und wütend, dann wieder bricht er ohne ersichtlichen Grund in Tr?nen aus. Ihm f?llt es zunehmend schwerer, sich fortzubewegen, und er hat sich ein- oder zweimal eingen?sst, was ihm sehr peinlich war. Nachdem sein Hausarzt Probleme mit seinem Kurzzeitged?chtnis festgestellt hatte, zeigte eine MRT-Untersuchung des Gehirns Anzeichen vieler kleiner Schlaganf?lle.
Diese werden durch eine verminderte Blutversorgung des Gehirns aufgrund besch?digter Blutgef??e verursacht. Die Folge: Teile des Gehirns werden nicht ausreichend mit Sauerstoff und N?hrstoffen versorgt, sodass Gehirnzellen absterben.
Zu den vaskul?ren Demenzen geh?ren:
- Schlaganfall-induzierte Demenz – wenn ein Blutgef?? im Gehirn pl?tzlich blockiert ist, beispielsweise durch ein Blutgerinnsel,
- subkortikale Demenz – eine Form der Demenz, die den unteren Teil des Gehirns betrifft, in dem die Durchblutung durch sehr enge Blutgef??e eingeschr?nkt wird.
Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung an vaskul?rer Demenz steigt, wenn ein Gesundheitszustand vorliegt, der zu blockierten Arterien führen kann. Hierzu geh?ren Bluthochdruck, Diabetes, hoher Cholesterinspiegel – und natürlich Rauchen.8
Es ist schwierig den Verlauf einer vaskul?ren Demenz vorherzusagen, da die Probleme davon abh?ngig sind, welcher Teil des Gehirns betroffen ist. Folgende Symptome k?nnen auftreten:
- Ged?chtnisverlust und Konzentrationsschwierigkeiten
- Sprachschwierigkeiten – wie bei Alzheimer
- Stimmungsschwankungen oder Depressionen
- K?rperliche Probleme wie Schwierigkeiten beim Gehen oder Inkontinenz
Lewy-K?rper-Demenz/Parkinson-Demenz
Terry ist ein 66-j?hriger pensionierter Lehrer, der allein lebt. Seit er vor sechs Monaten in den Ruhestand ging, fühlt er sich niedergeschlagen und hat das Gefühl, dass sein Denkverm?gen stark nachgelassen hat.
Er hat in den letzten Monaten ein Zittern im rechten Arm bemerkt, und gestern ist er auf der Stra?e gestürzt. Ihm ist aufgefallen, dass er schlurft, was ihn sehr beunruhigt, da er sich immer für aktiv und sportlich gehalten hat. Seine Tochter Cath machte sich Sorgen, nachdem er beim Autofahren unaufmerksam war und beinahe einen Unfall verursacht h?tte. Er führt dies auf schlechten Schlaf zurück, da sein Bett morgens immer zerwühlt ist und er manchmal blaue Flecken hat.
Seit einigen Wochen sieht er abends ein Kind, das still in der Ecke des Zimmers spielt. Eines Abends bot er ihm etwas zu essen an, merkte dann aber, dass seine Tochter das Kind nicht sehen konnte. Cath hat das Gefühl, dass er sich immer schlechter Termine merkt und seine T?tigkeiten im Haus nicht mehr richtig plant.
Der Hausarzt ist besorgt und überweist ihn deshalb an die Ged?chtnisambulanz. Anhand eines Gehirnscans wird die Lewy-K?rper-Demenz diagnostiziert.
Diese wird durch die Ablagerung von Proteinen (Lewy-K?rper) im Gehirn verursacht.9 Es entwickeln sich Symptome der Parkinson-Krankheit, die jedoch oft erst sp?ter im Krankheitsverlauf auftreten. Zu den Symptomen geh?ren:
- Ged?chtnisprobleme und Schwierigkeiten bei der Aufgabenplanung
- Verwirrung, die im Tagesverlauf variiert
- lebhafte visuelle Halluzinationen von Menschen oder Tieren
- Schlafprobleme, viel Bewegung im Traum
- Parkinson-Symptome wie z. B. Zittern der H?nde, Muskelsteifigkeit, Stürze oder Schwierigkeiten beim Gehen.
Frontotemporale Demenz
Diese Form der Demenz tritt haupts?chlich bei jüngeren Menschen auf. Sie betrifft den vorderen Teil des Gehirns st?rker als andere Areale. H?ufig beginnt sie bei Menschen in ihren 50ern und 60ern.11
Sie führt eher zu Pers?nlichkeits- und Verhaltens?nderungen sowie zu Sprachproblemen. Das Ged?chtnis kann über einen langen Zeitraum unbeeintr?chtigt bleiben. Es gibt 3 Haupttypen:
- Bei der Verhaltensvariante kann eine Person, die normalerweise sehr h?flich und ordentlich ist, pl?tzlich gereizt oder unh?flich werden oder das Interesse an ihrem ?u?eren verlieren.
- Bei der semantischen Variante ?u?ern sich als Hauptsymptom Probleme mit dem Sprachverst?ndnis und der Erinnerung an Fakten.
- Bei der progressiven nicht-flüssigen Aphasie treten Anstrengung beim Sprechen und bei der Wortfindung auf.
limbisch pr?dominante altersassoziierte TDP-43-Enzephalopathie (LATE)
Eine neue Form der Demenz wurde kürzlich durch die Untersuchung von postmortalen Hirngewebeproben identifiziert. Auch sie kommt h?ufig bei ?lteren Menschen vor und tritt zusammen mit den oben genannten anderen St?rungen auf. Es ist noch nicht bekannt, wie sich LATE diagnostizieren l?sst.10
Seltenere Ursachen
Es gibt viele weitere verschiedene Ursachen für Demenz. Einige davon sind:
- Kortikobasale Degeneration
- Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
- HIV-bedingte kognitive Beeintr?chtigung
- Huntington-Krankheit
- Multiple Sklerose
- Korsakow-Syndrom
- Normaldruckhydrozephalus
- Posteriore kortikale Atrophie
- Progressive supranukle?re Blickparese
Wie wird Demenz diagnostiziert?
?rzte diagnostizieren Demenz, indem sie die Muster auftretender Symptome identifizieren und herausfinden, wie sich diese Symptome auf die Bew?ltigung des Alltags der betroffenen Person auswirken.
Der erste Schritt ist also ein Gespr?ch, um die Person kennenzulernen. Mithilfe von Frageb?gen werden ihr Denkverm?gen und ihr Ged?chtnis getestet. Dies wird als ?kognitives Testen“ bezeichnet. Eine k?rperliche Untersuchung und einige Tests werden durchgeführt, die einfache k?rperliche Aufgaben umfassen, wie zum Beispiel das Finger-Tapping. Für die Gutachter ist es hilfreich, mit einem Angeh?rigen sprechen zu k?nnen, der seine Version der Geschehnisse schildern kann.
Dieses erste Treffen hilft dabei, Problembereiche zu identifizieren, und liefert oft Hinweise auf die Art der Demenz. Um nach anderen Ursachen für diese Symptome zu suchen, k?nnen Blutuntersuchungen und Scans durchgeführt werden. Bildgebende Verfahren (CT/MRT des Gehirns) k?nnen helfen, die Art der Demenz zu bestimmen, was wiederum Hinweise auf eine m?gliche Behandlung liefert.12
Die ?berweisung an eine spezialisierte Ged?chtnisambulanz ist mittlerweile üblich, um frühzeitige Diagnosen zu erm?glichen. Die an Demenz erkrankte Person wird h?ufig von verschiedenen Fachleuten betreut – Psychiatern, Geriatern, Psychologen, Ergotherapeuten und Pflegekr?ften.
Für wen besteht ein Demenzrisiko?
Jeder von uns kann an Demenz erkranken, allerdings handelt es sich nicht um eine natürliche oder unausweichliche Folge des Alterns. Einige Gesundheitszust?nde k?nnen die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung erh?hen.13
Dazu geh?ren:
- Parkinson-Krankheit
- Schlaganf?lle und Herzkrankheiten
- Bluthochdruck und hohe Cholesterinwerte
- Typ-2-Diabetes mellitus
Es ist wichtig, diese Risikofaktoren, insbesondere Bluthochdruck und Diabetes, zu behandeln und in den Griff zu bekommen. Es kann au?erdem hilfreich sein, in den mittleren Lebensjahren Probleme wie H?rverlust, ?bergewicht, soziale Isolation und Depressionen zu bew?ltigen.14
Zu den lebensstilbezogenen Faktoren, die das Risiko verschiedener Formen von Demenz erh?hen k?nnen15, geh?ren:
- Rauchen,
- Alkoholkonsum über dem sicheren Grenzwert, d. h. mehr als 14 Einheiten pro Woche,
- schlechte Ern?hrung,
- Mangel an k?rperlicher Aktivit?t,
- ?bergewicht,
- wiederholte Kopfverletzungen, z. B. durch Boxen.
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, mit dem Rauchen aufzuh?ren, den Alkoholkonsum zu reduzieren, mehr Sport zu treiben und sich gesund und ausgewogen zu ern?hren (beispielsweise wird die mediterrane Ern?hrung empfohlen), um das Demenzrisiko zu senken, insbesondere wenn diese ?nderungen von Menschen in ihren 40ern und 50ern vorgenommen werden.16
Auch Gene spielen bei Demenz eine Rolle. Alzheimer nach dem 65.Lebensjahr wird in der Regel nicht durch eine genetische St?rung verursacht. Es wurden jedoch einige Gene identifiziert, die das Risiko geringfügig erh?hen oder verringern.17 Wenn eine verwandte Person an Demenz leidet, bedeutet dies nicht, dass Sie selbst auch daran erkranken werden. Es gibt (noch) keinen Test, der Ihr pers?nliches Risiko vorhersagen kann.
In einigen Familien tritt ?früh einsetzende Demenz“ h?ufiger auf, hier scheint also eine st?rkere genetische Ursache vorzuliegen. Zudem haben Menschen mit Down-Syndrom ein erh?htes Risiko, frühzeitig an Demenz zu erkranken.17 Wenn in Ihrer Familie bereits mehrere Personen vor dem 65. Lebensjahr an Demenz erkrankt sind, kann eine Beratung durch einen Facharzt für Humangenetik ratsam sein.
Gibt es Behandlungsmethoden für Demenz?
Dies ist von der Diagnose und den individuellen Umst?nden abh?ngig. Für diese Erkrankungen gibt es bisher keine Heilmittel. Es gibt einige M?glichkeiten, Ihnen oder Ihrem Angeh?rigen zu helfen, so lange wie m?glich so selbstst?ndig und mobil wie m?glich zu bleiben.
- Eine Gruppe von Medikamenten, die sogenannten Acetylcholinesterase-Hemmer (Donepezil, Galantamin und Rivastigmin), sowie ein weiteres Medikament namens Memantin k?nnen einige Symptome der Alzheimer-Demenz behandeln und Betroffenen helfen, ihre Selbstst?ndigkeit l?nger zu bewahren.18 Diese Medikamente sind auch bei der Lewy-K?rper-Demenz hilfreich, insbesondere wenn Halluzinationen auftreten.19 Weitere Informationen finden Sie in unseren Hinweisen zur medikament?sen Behandlung der Alzheimer-Krankheit.
- Bei vaskul?rer Demenz kann Ihr Hausarzt Ihnen die Einnahme von Medikamenten empfehlen, wenn Sie an Bluthochdruck, erh?htem Cholesterinspiegel oder Diabetes leiden. Hilfreich ist es au?erdem, mit dem Rauchen aufzuh?ren, sich gesund zu ern?hren und regelm??ig Sport zu treiben.
- Zur allgemeinen Reduzierung des Demenzrisikos werden die Vitamine B und E, Fetts?uren (einschlie?lich Fisch?le) und komplexe Nahrungserg?nzungsmittel nicht empfohlen20. Ihr Hausarzt kann Ihnen jedoch vorschlagen, einen Vitaminmangel zu behandeln, falls ein solcher vorliegt. Einige komplement?rmedizinische Medikamente k?nnen Wechselwirkungen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten haben. Daher sollten Sie vor der Einnahme solcher Medikamente Ihren Arzt konsultieren.
- Als psychologische Behandlung kann die sogenannte kognitive Stimulationstherapie im Rahmen von Gruppenspielen, das Ged?chtnis trainieren und die Lebensqualit?t steigern.21
- Bei der Erinnerungstherapie werden vergangene Aktivit?ten, Ereignisse und Erfahrungen mit einer anderen Person oder einer Gruppe von Personen besprochen. Dies kann sowohl das Verst?ndnis als auch das Wissen (die Kognition) steigern und die Belastung von pflegenden Angeh?rigen verringern.22
- Das Fortschreiten von Demenz ist sehr unterschiedlich. Menschen k?nnen nach der Diagnose Demenz noch viele Jahre ein aktives, produktives und erfülltes Leben führen.
Ich habe Demenz – wie kann ich anderen Menschen helfen?
Im Vereinigten K?nigreich und auf der ganzen Welt gibt es zahlreiche Forschungsarbeiten zu den Ursachen von Demenz und deren Behandlung. Derzeit sind im Vereinigten K?nigreich drei gro?e Forschungsnetzwerke aktiv23:
- England – Dementias & Neurodegenerative Diseases Research Network [Forschungsnetzwerk für Demenz und neurodegenerative Erkrankungen] ()
- Schottland – The Scottish Dementia Clinical Research Network [Schottisches Netzwerk für klinische Demenzforschung] (SDCRN) – diese Website befindet sich derzeit im Aufbau.
- Wales – The Wales Dementias and Neurodegenerative Diseases Research Network [Walisisches Forschungsnetzwerk für Demenz und neurodegenerative Erkrankungen] ()
. Sie k?nnen auch eine andere Person anmelden, sofern diese ihre Zustimmung erteilt hat.
Dieser Service wurde vom National Institute for Health Research (NIHR) in Zusammenarbeit mit Alzheimer Scotland, Alzheimer's Research UK und der Alzheimer's Society entwickelt, um interessierte Freiwillige mit Forschenden zusammenzubringen.
Sie k?nnen auch Ihren Hausarzt oder das lokale Team für psychische Gesundheit fragen, welche Forschungsarbeiten vor Ort durchgeführt werden.
Wie kann ich mir selbst helfen?
Einfache praktische Schritte
- Verwenden Sie einen Kalender, um sich besser an Ihre Termine zu erinnern.
- Erstellen Sie Listen mit den Dingen, die Sie erledigen wollen – und haken Sie diese gleich ab!
- Halten Sie Ihren Geist aktiv, indem Sie lesen oder R?tsel l?sen, neue Dinge lernen und in Ihrem Leben weiter Ziele verfolgen.
- Bleiben Sie aktiv und vernetzt: Finden Sie Ihr lokales Memory-Café oder andere soziale Aktivit?ten, die Ihnen Spa? machen.
- Ern?hren Sie sich gesund und treiben Sie Sport (das kann in jedem Alter helfen).
- Holen Sie sich Unterstützung, wenn Sie Schwierigkeiten mit dem Alltag haben, oder Rat, wenn andere den Eindruck haben, dass Sie Schwierigkeiten haben, alles zu bew?ltigen. Es gibt viele M?glichkeiten, wie Familie, Freunde und Dienstleister Ihnen dabei helfen k?nnen, so lange wie m?glich selbstst?ndig zu bleiben.
Planung
Es kann der Zeitpunkt kommen, an dem es Ihnen schwerf?llt, Entscheidungen in wichtigen Belangen Ihres Lebens zu treffen, etwa dem Umgang mit Finanzen oder in medizinischen Angelegenheiten. Sie k?nnen einem vertrauten Verwandten, Freund oder Anwalt das Recht übertragen, solche Entscheidungen in Ihrem Namen zu treffen, basierend auf dem, was Sie bevorzugt h?tten, wenn Sie die Entscheidung h?tten treffen k?nnen, bevor Ihr Denkverm?gen durch eine Demenz beeintr?chtigt wurde.
Dies ist eine dauerhafte Vollmacht, die man Lasting Power of Attorney (LPA) nennt24. Ein kann Ihnen bei der Erstellung einer solchen Vollmacht behilflich sein. Es gibt zwei Arten von LPAs – eine für die Verwaltung von ?Verm?gens- und Finanzangelegenheiten“ und eine weitere für Angelegenheiten im Zusammenhang mit ?Gesundheit und Wohlbefinden“.
- LPAs für Verm?gens- und Finanzangelegenheiten: Bevollm?chtigte k?nnen ernannt werden, um Entscheidungen in Angelegenheiten wie Bankgesch?ften und Investitionen, Immobilienverk?ufen, Steuern und Sozialleistungen zu treffen.
- LPAs für Gesundheit und Wohlbefinden: Bevollm?chtigte k?nnen ernannt werden, um Entscheidungen in Angelegenheiten wie medizinischer Behandlung, t?glicher Pflege und Wohnort zu treffen.
Alle LPAs müssen beim Office of the Public Guardian (Amt des ?ffentlichen Vormunds) registriert sein, bevor sie verwendet werden k?nnen.
Anmerkung zu: Enduring Power of Attorney (EPA): Die EPA wurde durch die LPA ersetzt. Eine gültige dauerhafte Vollmacht, die vor dem 1. Oktober 2007 erteilt wurde, beh?lt jedoch ihre Gültigkeit, auch wenn sie noch nicht registriert ist.
Patientenverfügungen: Es ist m?glich, Ihre Entscheidung festzuhalten, bestimmte zukünftige medizinische Behandlungen für den Fall abzulehnen, dass Sie die F?higkeit verlieren sollten, derartige Entscheidungen zu treffen. Diese Vorgaben werden von den Fachkr?ften berücksichtigt, die Ihre Betreuung übernehmen25. Diese Verfügung kann gleichzeitig mit oder unabh?ngig von einer gesetzlichen LPA erfolgen.
?This is me“ (?Das bin ich“)
Für Menschen mit Ged?chtnisproblemen ist es wichtig, dass Fachkr?fte wichtige Informationen über sie leicht einsehen k?nnen.
?This is me“ ist ein Dokument, das zu diesem Zweck ausgefüllt werden kann. Es enth?lt viele nützliche Informationen über den Krankheitsverlauf, das Leben und die Vorlieben einer Person. Es kann zu Arztterminen oder Krankenhausaufenthalten mitgenommen werden und
Autofahren
Eine Demenzdiagnose ist an sich kein Grund, mit dem Autofahren aufzuh?ren, aber mit dem Fortschreiten der Demenz nimmt die Fahrtauglichkeit ab. Dies kann auf Ver?nderungen Ihres visuell-r?umlichen Vorstellungsverm?gens, verminderte Konzentrationsf?higkeit oder beeintr?chtigte Urteils- und Entscheidungsf?higkeit zurückzuführen sein. Manchen Menschen fehlt m?glicherweise die Einsicht in den Verlust dieser F?higkeiten.26
- Nach britischem Recht müssen Führerscheininhaber, bei denen Demenz diagnostiziert wird, die zust?ndige Führerscheinstelle – die Driver and Vehicle Licensing Agency (DVLA) [Amt für Führerschein und Fahrzeugzulassungen] oder in Nordirland die Driver & Vehicle Agency (DVA) [Amt für Fahrer- und Fahrzeugzulassungen] – unverzüglich über die Diagnose informieren.27
- Wenn ein Arzt Bedenken hinsichtlich der Fahrtauglichkeit einer an Demenz erkrankten Person hat – und diese Person die Führerscheinstelle nicht informiert hat –, ist der Arzt verpflichtet, die Führerscheinstelle zu informieren.28
- Wenn ein Arzt Bedenken hat, dass eine Demenzerkrankung Ihre Fahrtüchtigkeit beeintr?chtigen k?nnte, wird er Ihnen m?glicherweise raten, das Autofahren sofort einzustellen, oder zumindest bis zum Abschluss der Untersuchung durch die Amt für Führerschein und Fahrzeugzulassungen/DVA.
- Der Fahrer sollte au?erdem seine Versicherung informieren, um sicherzustellen, dass seine Police gültig ist.
- Eine Fahreignungsprüfung kann dazu beitragen, die Auswirkungen der Demenz auf Ihr Fahrverhalten zu verdeutlichen – diese Informationen k?nnen der Führerscheinstelle bei der Entscheidung helfen, ob Sie weiterhin Auto fahren dürfen. Für diese Prüfung ben?tigen Sie einen gültigen Führerschein. Sie k?nnen dies erledigen, w?hrend Sie auf die Entscheidung der Führerscheinstelle warten.
- Viele Menschen entscheiden sich selbst dafür, nicht mehr Auto zu fahren und ihren Führerschein an das Amt für Führerschein und Fahrzeugzulassungen/DVA zurückzusenden, was als ?freiwillige Abgabe“ bekannt ist.
Depressionen und Angsterkrankungen
Depressionen und Angsterkrankungen treten bei Menschen mit Demenz h?ufig auf. Depressionen k?nnen jedoch auch Symptome einer Demenz hervorrufen.29 ?hnlich wie eine Demenz k?nnen sie die F?higkeit einer Person beeintr?chtigen, für sich selbst zu sorgen.
Dies wird als ?Pseudodemenz“ bezeichnet. Es ist wichtig, diese zu erkennen und zu behandeln. Wenn Sie befürchten, dass Sie oder ein Angeh?riger depressiv sein k?nnten, sollten Sie sich zun?chst an Ihren Hausarzt wenden. Depressionen k?nnen mit Antidepressiva und durch Gespr?chstherapie.behandelt werden.30
Hilfe und Unterstützung erhalten
Abschlie?end l?sst sich sagen: Wenn Sie sich Sorgen um Ihr eigenes Ged?chtnis oder das einer anderen Person machen, vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Hausarzt. Er kann eine k?rperliche Untersuchung durchführen, einige einfache Tests zur ?berprüfung Ihres Ged?chtnisses vornehmen und eine Blutuntersuchung anordnen. Bei Bedarf kann Ihr Arzt Sie an ein Spezialistenteam, einen Psychologen oder einen Facharzt überweisen.
Unten finden Sie weitere Organisationen, die Informationen und Unterstützung in jedem Stadium der Demenz anbieten k?nnen. Wenn Sie Hilfe bei praktischen Aktivit?ten und der t?glichen Pflege oder bei Sozialleistungen ben?tigen, k?nnen Sie sich an Ihre ?rtliche Beh?rde wenden, um sich zu Sozialhilfe- und Pflegeunterstützungsdiensten beraten zu lassen.
Weitere Informationsquellen und hilfreiche Organisationen
Links zu lokalen Diensten und Informationen über Demenz.
Nationale Beratungs- und Support-Helpline: 0300 222 11 22.
E-Mail: helpline@alzheimers.org.uk
Die National Dementia Helpline (Nationale Demenz-Helpline) bietet Informationen, Beratung und Unterstützung durch Zuh?ren, Anleitung und gegebenenfalls Weiterleitung an geeignete Stellen für alle von Demenz betroffenen Menschen.
Die Age UK Group setzt sich für eine bessere Lebensqualit?t im Alter ein, indem sie lebensbereichernde Dienstleistungen und wichtige Unterstützung anbietet. Age UK anrufen: 0800 169 8787; E-Mail: contact@ageuk.org.uk
Beratungsdienst: 0808 808 7777. Carers UK unterstützt pflegende Angeh?rige, die Freunde oder Verwandte unbezahlt pflegen.
Das Citizen’s Advice Bureau bietet kostenlose, vertrauliche und unabh?ngige Beratung an. Wenden Sie sich an Ihre ?rtliche Niederlassung, um Unterstützung bei Sozialleistungen, Finanzplanung oder der Organisation von Pflegeleistungen zu erhalten.
Eine Wohlt?tigkeitsorganisation, die Forschung zur Lewy-K?rper-Demenz finanziert, bietet Unterstützung und Informationen für Familien und Betreuer, die die Krankheit und ihre Auswirkungen verstehen müssen.
Die Law Society verfügt über viele nützliche Informationen zu den rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit der Erstellung einer Vollmacht oder einer Patientenverfügung und kann eine hilfreiche Anlaufstelle sein, um einen Anwalt zu finden, der Ihnen weiterhilft.
Wenn Sie eine Person kennen oder betreuen, die Schwierigkeiten hat, Entscheidungen zu ihrer pers?nlichen Gesundheit, ihren Finanzen oder ihrem Wohlbefinden zu treffen, müssen Sie m?glicherweise beim Court of Protection einen Antrag stellen, damit Sie (oder eine andere Person) Entscheidungen für die betroffene Person treffen k?nnen.
Eine Beh?rde mit Zust?ndigkeiten, die sich über ganz England und Wales erstrecken (für Schottland und Nordirland gelten separate Regelungen). Sie unterstützt den ?ffentlichen Vormund bei der Registrierung EPAs und LPAs sowie bei der ?berwachung der vom Court of Protection bestellten Betreuer.
Weiterführende Lektüre
Das Programm ?Reading Well Books on Prescription“ unterstützt Menschen mit Demenz und ihre Betreuer. Es umfasst Empfehlungen von Gesundheitsexperten und Menschen mit Demenzerfahrung.
Die Bücher k?nnen von medizinischen Fachkr?ften empfohlen werden, oder man kann sie sich selbst ausleihen und kostenlos in der ?rtlichen Bibliothek bestellen.
Die Titel auf der Bücherliste sind in vier Kategorien unterteilt: Informationen und Ratschl?ge, gut leben mit Demenz, Unterstützung für Angeh?rige und Betreuer sowie pers?nliche Geschichten.
- Alzheimer's and Other Dementias: answers at your fingertips. (Alzheimer und andere Demenzerkrankungen: Antworten auf einen Blick.) Cayton, Graham & Warner. Class Publishing (London) Ltd. 3. Auflage 2008.
- Your Memory: A User‘s Guide. (Dein Ged?chtnis: Ein Benutzerhandbuch.) Baddeley. Carlton Books (London). ?berarbeitete Ausgabe 2004.
- Dancing with Dementia: My Story of Living Positively with Dementia. (Tanz mit der Demenz: Meine positive Lebensgestaltung mit Demenz.) Bryden. Jessica Kingsley Publishers (London & Philadelphia). 2005.
Referenzen
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This translation was produced by CLEAR Global (Feb 2026)